Der Growlabs Ratgeber bündelt unser Grow-Wissen an einem Ort: von der Wahl des Substrats über Dünger, Licht und Belüftung bis zu pH-Messung und Tropfbewässerung. Jeder Artikel beantwortet eine konkrete Frage Schritt für Schritt – praxisnah und auf den Schweizer Anbau von legalem CBD und Nutzpflanzen ausgerichtet. Unten findest du alle Themen und die häufigsten Fragen auf einen Blick.
Ja, das ist verbreitet. Ein Anteil Cocos in der Erde lockert die Struktur und bringt mehr Luft an die Wurzeln. Du bewegst dich damit aber auch beim pH-Wert und beim Düngebedarf in Richtung Cocos – je höher der Cocos-Anteil, desto früher musst du selbst füttern.
Rechne mit dem Nennvolumen des Topfes: In einen 11-Liter-Topf gehen rund 11 Liter Substrat. Ein 50-Liter-Sack füllt also etwa vier bis fünf Töpfe dieser Grösse – etwas weniger, wenn du locker füllst, und das solltest du.
Richte dich nach der Anleitung deines Geräts. Als Faustregel gilt: lieber zu oft als zu selten, und in jedem Fall nach längeren Standzeiten oder wenn die Werte plötzlich unplausibel wirken. Notiere das Datum, sonst schätzt du.
In Erde kommst du eine Weile ohne aus, weil das Substrat puffert. In Cocos und Steinwolle nicht: Dort ist die Düngerlösung die einzige Nährstoffquelle, und ohne EC weisst du nicht, wie stark sie ist. Wer in Cocos anbaut, sollte EC messen.
Technisch meistens ja, sinnvoll selten. Die Linien eines Herstellers sind aufeinander abgestimmt; sobald du mischst, überlagern sich die Rezepturen und ein Mangel oder Überschuss ist kaum noch zuzuordnen. Für den Anfang bei einer Linie bleiben.
Halte dich an die Herstellerangabe auf dem jeweiligen Produkt und beginne mit der halben Menge. Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht: Sie hängt von Substrat, Wasserhärte, Pflanzengrösse und Phase ab. Der EC-Wert deiner fertigen Lösung ist der verlässlichere Anhaltspunkt als jede Faustregel.
Möglich ist es, aber du erkaufst dir ein Risiko: In einem grossen Topf mit wenig Wurzeln bleibt das Substrat lange nass. Wer es trotzdem macht, giesst am Anfang nur einen kleinen Bereich rund um den Ballen statt das ganze Volumen.
Nicht besser, sondern anders. Stofftöpfe belüften die Wurzeln und verhindern das Kreiseln am Rand, trocknen aber schneller aus und verlangen häufigeres Giessen. Plastiktöpfe sind günstiger, halten die Feuchtigkeit länger und sind einfacher zu reinigen.
Das ist Vergeilen und heisst fast immer: zu wenig Licht oder die Lampe zu weit weg. Der Keimling streckt sich dem Licht entgegen. Näher heran – aber gedämpft, nicht mit voller Leistung.
Üblicherweise ein bis drei Wochen, je nach Sorte, Temperatur und Licht. Bis dahin nicht am Steckling ziehen, um nachzusehen – die Wurzeln zeigen sich von selbst am Rand des Würfels.
Davor, auf die Ansaugseite: erst Filter, dann Ventilator, dann Rohr nach draussen. So steht alles hinter dem Ventilator unter Druck und es kann keine ungefilterte Luft entweichen. Sitzt der Filter am Auslass, drückt der Ventilator ungefilterte Luft durch jede undichte Stelle davor.
Aktivkohle ist Verschleissmaterial und sättigt sich mit der Zeit. Wie lange das dauert, hängt stark von der Luftfeuchte ab – hohe Feuchte verkürzt die Standzeit deutlich. Wenn du Geruch wahrnimmst, obwohl vorher nichts zu riechen war, ist meist die Kohle am Ende.
LED braucht weniger Strom für dieselbe Lichtmenge und erzeugt weniger Abwärme, kostet aber deutlich mehr in der Anschaffung. NDL ist günstig und bewährt, heizt dafür den Raum auf und das Leuchtmittel ist Verbrauchsmaterial. In einem kühlen Raum kann die Abwärme sogar erwünscht sein. Beides funktioniert – es ist eine Rechnung, keine Glaubensfrage.
Watt ist die falsche Frage: Es sagt, wie viel Strom die Lampe aufnimmt, nicht wie viel Licht unten ankommt. Geh von der Fläche aus, die du bepflanzt, und wähle eine Lampe, die für diese Fläche ausgelegt ist. Die Herstellerangabe zum jeweiligen Produkt ist die verlässliche Quelle.
Es kommt auf den Produkttyp an. Bei einer Komplettlampe oder einem Vorschaltgerät meint 400 V den Anschluss – das ist Drehstrom, keine gewöhnliche Haushaltssteckdose. Bei einem Leuchtmittel meint 400 V das Vorschaltgerät, für das es gebaut ist; an einem 230-V-Vorschaltgerät läuft es nicht. Pauschal gilt es aber nicht: manche Lampen sind für 230 oder 400 V spezifiziert, und einzelne Systeme laufen an 230 V und wandeln intern um. Die Angabe steht bei jedem Produkt.
Dass der Tropfer über einen Druckbereich hinweg eine konstante Menge abgibt. Ohne das gibt ein Tropfer am Anfang der Leitung mehr als einer am Ende, weil der Druck unterwegs abfällt – die erste Pflanze bekommt zu viel, die letzte zu wenig.
Meistens durch ungelösten Dünger, ausgefallene Salze oder Biofilm aus dem Tank. Dünger vollständig auflösen, A und B nie unverdünnt mischen, den Tank dunkel halten und das System zwischendurch mit klarem Wasser spülen.